Funktionsweise von Weichwasseranlagen

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Entkalkung mittels Ionenaustauscher

Für die Aufbereitung bzw. Entkalkung von hartem Wasser gibt es verschiedene Verfahren. Verbraucher können unter anderem zwischen Ionentauscher, Umkehrosmose und der so genannten physikalischen Wasserenthärtung wählen.

Die derzeit beste Möglichkeit zur Wasserenthärtung ist der chemische Vorgang des Ionenaustausches. In der Weichwasseranlage gibt es eine Ionenaustauschersäule, die mit Spezialharz gefüllt ist. Während das harte Wasser hindurchströmt, werden die im Wasser gelösten Calcium- und Magnesium-Ionen von der Harzschicht herausgefiltert. Das entkalkte Wasser wird dann in den Hauswasserkreislauf eingeleitet und steht an den Entnahmestellen zur Verfügung.

Damit das Spezialharz aufnahmefähig bleibt, wird es während der Regenerationsphasen mit einer leichten Kochsalzlösung gereinigt. Die Kalzium- und Magnesium-Ionen lösen sich aus der Harzschicht und werden mit dem Spülwasser abgeleitet. Der automatische Vorgang findet meistens nachts statt, wenn die Anlage am wenigsten gebraucht wird. Es gibt aber auch Mehrfachanlagen, bei denen eine Säule in Betrieb ist, während die andere sich regeneriert. Da sich Salz- und Trinkwasser auf keinen Fall vermischen dürfen, sind der Regenerations- und der Trinkwasserkreislauf vollkommen voneinander getrennt.
Durch den Ionentausch kann der Härtegrad des Wassers von 14 auf 5 bis 8 °dH sinken. Verbraucher sollten darauf achten, eine mit dem DVGW-Prüfzeichen versehene Anlage zu kaufen. Das Siegel garantiert, dass die Anlage das Wasser erfolgreich entkalkt, den Hygieneanforderungen entspricht und die Umwelt schützt.

Osmose und physikalische Entkalkung – weit abgeschlagen.

Bei der Wasseraufbereitung per Osmose bzw. Umkehrosmose wird das Wasser mit hohem Druck durch eine halbdurchlässige Membran gepresst. Schwermetalle, Mineralstoffe und andere Wasserpartikel bleiben in der Membran hängen. Damit diese nicht verstopft, muss sie ausreichend gespült werden. Verbraucherzentralen bemängeln, dass drei Liter Trinkwasser gebraucht würden, um einen Liter gefiltertes Wasser herstellen zu können.

Die physikalische Wasserenthärtung setzt auf elektrische oder magnetische Felder. Untersuchungen der Stiftung Warentest im Jahr 2000 ergaben jedoch, dass die Geräte im Großen und Ganzen wirkungslos waren.

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