Holzheizung

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Heizen mit Holz.

Die Natur speichert Sonnenenergie nicht nur in der Luft und im Boden, sondern auch in den Pflanzen. Deshalb hat das Heizen mit Biomasse, also mit nachwachsenden Brennstoffen, sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile – und dies bei vollem Komfort. Die Wärmegewinnung aus Biomasse, zum Beispiel in Form von Holzpellets, ermöglicht eine beinah vollständig ausgeglichene CO2-Bilanz. Es wird nämlich nur soviel CO2 an die Luft abgegeben, wie vorher per Fotosynthese von den Pflanzen gebunden wurde.

Funktion

Biomasseanlagen arbeiten vor allem mit Holz in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln, Hobelspänen, Sägemehl und Holzstaub. Aber auch Stroh und speziell angebaute einjährige Pflanzen werden als Häcksel, Ballen oder Pellets zur Energiegewinnung verwendet. Da Biomasseanlagen im Gegensatz zu Öl- oder Gasheizungen nicht 24 h am Tag arbeiten, wird die Wärme außerhalb der Feuerungszeiten in separaten Pufferspeichern gehalten.

Möglichkeiten

1. Automatische Befeuerung: Heizen mit Pellets und Hackschnitzeln.

Holzpellets werden aus trockenen, naturbelassenen Holzabfällen gepresst. Ihr Heizwert von ca. 5 kW/kg entspricht ungefähr dem eines halben Liters Heizöl. Über eine Förderschnecke oder ein Saugzuggebläse werden sie aus dem Vorratsraum bzw. -behälter vollautomatisch in den Heizkessel transportiert. Dank ihrer modulierenden Betriebsweise sind Holzpelletsheizungen in Niedrigenergiehäusern ebenso einsetzbar wie in Objekten mit großem Wärmebedarf. Hackschnitzelfeuerungen eignen sich dagegen eher für größere Wärmeabnehmer, da die in unterschiedlicher Größe direkt aus der Forstwirtschaft kommenden Hackschnitzel große Lagerflächen benötigen.

2. Manuelle Befeuerung: Heizen mit Scheit- bzw. Stückholz oder Holz, Kohle und Gas.

Für Scheit- bzw. Stückholz eignet sich die Holzvergasertechnik, bei der die Flammen nach unten brennen. Oben liegt das noch kältere, neue Holz, das sich zuerst erwärmen, dann ausgasen und schließlich ausbrennen muss. Unten liegt das heiße, sauber brennende Glutbett. Die Holzvergaserkessel mit einem Wirkungsgrad von ca. 90 % sind bedeutend wirtschaftlicher und umweltfreundlicher als konventionelle Festbrennstoffkessel.

Moderne Festbrennstoffkessel dagegen sind so effizient, dass sie praktisch jedes Ein- und Zweifamilienhaus beheizen können. Einzige Voraussetzung: ein trockener Lagerraum, denn die Restfeuchte des Holzes, der Kohle und des Koks beeinflusst die Qualität der Verbrennung. Außerdem lassen sich Festbrennstoffkessel gut mit Heiz­systemen für Öl oder Gas kombinieren.

3. Holz oder Pellets für ein behagliches Kaminfeuer.

Den Zauber eines Kaminfeuers erleben, ohne auf die energiesparende Technik eines modernen Festbrennstoffkessels verzichten zu müssen: Die integrierte Kesseltechnik gibt den größten Teil der Wärmeenergie an das Heizsystem ab, so dass im Prinzip das ganze Haus mit beheizt und sogar der Warmwasserbedarf gedeckt werden kann. Kaminöfen sind die ideale Ergänzung für Ihre Heizungsanlage und gut mit Solaranlagen, Pufferspeichern, konventionellen Gasheizthermen usw. zu kombinieren. Aber natürlich bieten wir Ihnen auch konventionelle Kaminöfen mit einfacher Strahlungswärme an.

Zusammenfassung

Bauliche Voraussetzungen:

  • Bei Pelletsanlagen beträgt der Raumbedarf zur Lagerung der Fläche eines konventionellen Öltankraumes.
  • Die Lagerung erfolgt im Kellerraum, im Erdtank oder einem Sacksilo.
  • Bei allen Biomasseanlagen muss ein Schornstein das Abgas abführen; vorhandene Schornsteine sollten vorab auf Dimensionierung und Materialeignung geprüft werden.
  • Hackschnitzel- und Scheitholz-Anlagen sind in der Nähe von Forstwirtschaft sinnvoll; Pellets können inzwischen flächendeckend geliefert werden.

Vorteile:

  • Pelletskessel und Hackschnitzelanlagen sind komfortabel, weil der Betrieb vollautomatisch abläuft und die Bedienung einfach ist.
  • Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
  • Holz ist ein nachwachsender und bei nachhaltiger Wirtschaftsweise nahezu unendlich verfügbarer Brennstoff.
  • Umweltfreundlich, da Holz äußerst emissionsarm verbrennt, praktisch schwefelfrei ist.
  • Finanzielle Förderungen durch Bund und Länder.

Förderanträge und viele weitere Informationen zum Thema Biomasse finden Sie direkt auf der Internetseite des BEZ.